Maxime holt sich den Tirol-Slam-Titel 2026

Alle Jahre wieder gibt es den Tirol Slam und alle Jahre wieder in einer vollen Bäckerei und diesmal wird die Bäckerei ihrem Namen wirklich gerecht, denn es ist heiß und es werden lauter lecker, frische Textbrötchen gebacken. So muss Tirol Slam.
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Es gibt natürlich auch beim Slam-Event des Jahres eine Featured Poetin, es ist Ida Nordpol und sie bestellt den harten Boden der Monogamie und lässt einen Rasenmähroboter drauf los. Das Publikum feiert’s zu recht. Es kann losgehen.

Die Bacher präsentiert zwei Listen, von der zweiten allerdings nur Erstens. Die Stimmung im Raum ist am Siedepunkt – ganz so wie ideales Würstelwasser.

Alex Maier nimmt sich der Jugendsprache an und das – angesichts seines Bartes – crazy, aber safe geil.

Maxime fragt sich und uns, in welcher Welt wir leben wollen und weiß, Pizza ist gesund und rettet die Welt.

Katrin ohne H findet Österreich putzig und definiert sixseven als nationales Selbstverständnis und tu felix Austria – Ketchup.

Geist des Frühlings hat seinen Artikel abgelegt und beschäftigt sich mit Literatur, Shakespeare und muss – als Romeo, der er nun mal ist – naturgemäß sterben (will aber eigentlich nur schmusen).

Tamara Stocker ist in der Mietlifecrisis, ihr Erfahrungsbericht über die Wohnungssuche in Innsbruck erweckt das Mietgefühl aller im Raum, ein unbezahlbarer Beitrag.

Toni mit 2A läuft, um irgendwo anzukommen, wo sie wieder sie selbst sein kann, weiß aber auch, dass der Realität nicht zu entkommen ist.

Thalia K. outet sich als Papakind und macht des Papas leere Versprechungen zum Thema, für den „gut gemacht“ ein Fremdwort und nie etwas gut genug war, was die Tochter machte.

Kathi Bacher ließ den innerfamiliären Sturm aufziehen, der sich in häuslicher Gewalt entlud, ließ den Bach die Bilder mitnehmen und das Dorf schweigen.

Das war eine Vorrunde mit vorbildlicher thematischer Fülle. Der Sauerstoff im Raum war verbraucht. Die Pause für alle verdient.

Vor dem Finale zeigte Olivia Kaufmann, dass sie sich den U-20-Ö-Slam-Titel zu recht geholt hatte. Sie führte vor, dass das Ausgehen für viele kein Spaß ist, dass Übergriffe leider noch immer auf der Tagesordnung des Nightlifes stehen.

Tamara Stocker eröffnete das finale Stechen und reklamierte den Job der Bundes-Canclerin für sich – yes, we cancel! Raketenemoji.

Maxime recherchierte im Internet Synonyme für Vulva und präsentierte die Ergebnisse, die von Drive in über Pfläumchen bis My Goddess reichten.

Katrin ohne H thematisierte abschließend, was es heißt mit Minus-Startkapital aus dem Geburtskanal in eine männlich dominierte Welt zu flutschen. Von wegen: Du kannst alles werden!

Martin Fritz spielte dramatische Spannungsmusik, Carmen Sulzenbacher bediente das Screening-Tool und – ta-da – Maxime holt sich den Tirol-Slam-Titel 2026 – Juhui!

Alle Fotos: Benedikt Grawe

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